3. März 2026

Gute Nachrichten für das Feuerwehrhaus in Kappel

Rede von Christine Frank zu TOP 18 im Gemeinderat vom 03.03.2026: “Baubeschluss für den Neubau Feuerwehrhaus Kappel”
– Drucksache G-26/009 –
beschließend

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren 

Foto: Britt Schilling

Heute ist ein guter Tag – nicht nur für die freiwillige Feuerwehr in Kappel, sondern für die gesamte Ortschaft, für alle Bewohner des Freiburger Ostens und darüber hinaus. 

Schon seit vielen Jahren steht fest, dass in Kappel etwas geschehen muss – dass es erst jetzt dazu kommt, lag nicht daran, dass dieser Bedarf verkannt, oder nicht ernst genommen wurde, sondern daran, dass eine ganze Reihe von Feuerwehrhäusern in Freiburg einem problematischeren Zustand war. 

Das in Kappel von 1994 bis heute als Feuerwehrhaus genutzte Gebäude war nicht zu diesem Zweck errichtet worden und ist überdies in die Jahre gekommen – es entspricht schon lange nicht mehr technischen Anforderungen oder den Standards für Arbeitsschutz, Hygiene und Ausbildung. Schon im Jahr 2000 ergab ein Gutachten, dass – unter anderem – in Kappel ein Neubau erforderlich wäre. 2018 wurde eine Machbarkeitsstudie durch das IMF in Auftrag gegeben, 2024 gab es sogar erste Planentwürfe, aber erst aufgrund des neuen Perspektivenplans Gefahrenabwehr vom vergangenen Jahr kam wieder Bewegung in die Sache. Am 01. April letzten Jahres wurde gleichzeitig mit dem Perspektivenplan Gefahrenabwehr der Grundsatzbeschluss über den Neubau gefasst und nun, gerade einmal elf Monate später, liegen bereits fertige Pläne und Kostenkalkulationen vor. 

Der Perspektivenplan Gefahrenabwehr unterstrich die Bedeutung der freiwilligen Feuerwehr in Kappel für den Freiburger Osten, wobei im Hinblick auf die in absehbarer Zeit anstehenden mehrjährigen Arbeiten am B31-Tunnel und die damit zu erwartenden Verkehrsbehinderungen, die sich auch auf die Anfahrtswege anderer Feuerwehreinheiten auswirken werden, diese Bedeutung noch deutlich zunehmen wird. Hinzu kommt eine besondere strategische Bedeutung der Feuerwehr Kappel im Hinblick auf Waldbrände, Hochwasserereignisse und die Einbindung in die Einsatzkonzepte für die B 31-Tunnel.

In Bezug auf Walbrände wird die Bedeutung des Standortes in Kürze noch wachsen, wenn dort nämlich das durch das Land zur Verfügung gestellte, speziell für Waldbrände konzipierte Tanklöschfahrzeug einzieht, das gegebenenfalls sogar grenzüberschreitend tätig werden soll und für das das neue Feuerwehrhaus ausreichend Platz bietet.

Aber auch ganz abgesehen von dem Gesichtspunkt der Gefahrenabwehr spielt die Freiwillige Feuerwehr mit ihren vielfältigen Aktivitäten und ihrer herausragenden Jugendarbeit in Kappel eine wichtige Rolle für die Dorfgemeinschaft. Zuletzt war dort das Interesse an einem Eintritt in die Jugendfeuerwehr so groß, dass meines Wissens sogar ein vorübergehender Aufnahmestopp ausgesprochen werden musste. 

Der Neubau ist daher nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Gewährleistung effektiver Gefahrenabwehr notwendig sondern es erscheint auch nur sinnvoll und angemessen, wenn damit Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden, die der Wertschätzung für die ehrenamtlich Tätigen Ausdruck verleihen, die ein attraktives Aufenthalts- und Lernumfeld einschließlich zeitgemäßer Umkleide- und Sanitärräume bieten und dadurch nicht zuletzt auch dem erfreulicherweise zunehmenden Anteil von weiblichen Mitgliedern durch getrennte Umkleideräumlichkeiten Rechnung tragen. 

Besonders erfreulich ist natürlich auch, dass die nun vorgelegte Planung nicht nur hinsichtlich ihrer Funktionalität – auch im Hinblick auf Gefahrenquellen von außen, wie Stromausfälle, Starkregen und Hochwasser – durchdacht und zweckmäßig erscheint, sondern – unter anderem auch aufgrund der geplanten Holzverschalung – auch optisch gelungen ist und durch einen hohen Energiestandard, ein durchdachtes und zweckorientiertes Heiz- und Belüftungssystem, eine große Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher, weitgehende Holzbauweise und teilweise Dachbegrünung ökologischen Gesichtspunkten Rechnung trägt. 

Besonders erfreulich wäre es dabei in Zeiten klammer Kassen natürlich auch, wenn es im Ergebnis dabei bliebe, dass die Baukosten die dafür bereitgestellten Mittel nicht voll ausschöpfen.

Der Stadtverwaltung, allen voran dem Gebäudemanagement ist daher ausdrücklich zu danken für die schnelle um gelungene planerische und kostentechnische Ausarbeitung des Grundsatzbeschlusses.

Jetzt bleibt zu hoffen, dass es auch mit Genehmigung und Baubeginn ebenso zügig weitergeht – gespannt sein darf man, wer dann den ersten Spatenstich macht.